Mehr als jedes 2. Kind leidet schon unter typischen Allergien wie Hausstaub- Milben, Tierhaar- oder Pollenallergie oder kämpft mit sog. atopischen Krankheiten wie Neurodermitis oder Asthma. Das tückische an Allergien ist, dass sie sehr unvermittelt kommen und man kaum sinnvolle Vorbeugung betreiben kann. Hilfe bei Neurodermitis oder Mittel gegen Asthma, überhaupt gegen die sog. atopischen Allergien wie Heuschnupfen, Hausstaub- oder Tierhaarallergien - sind schwer auszumachen, wenn sie auch noch kindgerecht sein sollen. Besteht eine familiäre Vorbelastung, so kann es hilfreich sein, entsprechende Allergene aus dem Haushalt fernzuhalten. Dauz gehören Haustiere, "milbenfreundliche" Bettwäsche, Staub im allgemeinen. Die Hygienemaßnahmen sollten allerdings nicht überbewertet werden. Einige Studien gehen davon aus, dass gerade ein übertriebenes Hygienebedürfnis die Entstehung von Allergien fördert, werdem der Entwicklung des Immunsystem eines Kindes doch dadurch die notwendigen Erreger entzogen.
Interessanterweise werden immer wieder Stimmen laut, die Medikamentengabe (Paracetamol, Antibiotika) oder auch Impfungen im Kindesalter in Zusammenhang mit gestiegenen Allergikerzahlen bringen. Belegbar sind diese Annahmen aber bisher noch nicht.
Die fortschreitende Ausbreitung von Allergien - die übrigens keine Erkrankung sind, sondern lediglich eine Überreaktion des körpereigenen Abwehrsystems - legt die Vermutung nahe, dass die Zunahme von Umweltgiften etwas damit zu tun hat. Auch wenn zuverlässige Studien dazu bislang fehlen, ist eine Reduzierung dieser Einflussgrößen im Haushalt durchaus zu empfehlen.
Migräneanfälle treten bei über 50% der Betroffenen bereits im Alter von unter 18 Jahren auf. Kinder bedürfen dabei besonderer Behandlung.
Schon im Säuglingsalter werden viele Kinder vom sog. atopischen Ekzem befallen. Juckreiz und die angegriffene Haut ist besonders für die Kleinsten eine starke Belastung.